5/8erl in Ehr’n – Yeah Yeah Yeah Album Review

Poetisch sind sie. Und politisch sowieso. 5/8erl in Ehr’n sind eine Wiener Soul Band. Wobei der Soul der Gruppe, die bereits vier mal den Amadeus Award in der Kategorie World/Blues gewinnen konnten, in einer facettenreichen Instrumentalisierung fußt. Darüber streuen Max Gaier
& Bobby Slivovsky seit 2006 ihren poetischen Gesang. Die Band schafft es auf ihrem siebenten Album so frisch und unverbraucht daherzukommen, dass das Hören ihrer Nummern eine Wonne ist. “Yeah Yeah Yeah” der Titel ihres aktuellen Albums könnte auch eine neue politische Kaste hervorbringen. Menschen die anderen Menschen nichts neidig sind, die in der Blumenwiese liegen, über eine Freundin namens “Jessica” sinnieren und ihren “Vaporizer” allzeit bereit halten. “Yeah Yeah Yeah” ist dann vielleicht ein Lebensgefühl, eine Art zu denken und zu handeln, auch wenn sich die Band manchmal in ihrer basisdemokratischen Herangehensweise beim Musizieren auch mal in die Haare kommt. Alles wird gut. Ahem. Alles ist gut. Zusammen mit Bands wie Wanda und Bilderbuch stehen sie für ein neues Selbstverständnis der österreichischen Musikkultur. Ab Herbst sind sie wieder auf Tour durch Österreich.

Goat Mumbles – Super Infinity

Robert Grote, Bandleader von “The Districts” lieferte hier im Jahr 2019 ein hörenswertes elektronisches Soloalbum unter seinem Synonym “Goat Mumbles” ab. Geschmeidig ineinander verwobene Instrumentalstücke werden durch seine falsetto Stimme zu einer hymnischen “Melange á solo” vermengt.  “Super Infinity”’s Stärke liegt in der ausgewogenen Mischung von tanzbaren Dance Nummern wie “Stag” oder doch rockig angelegten Arrangements wie bei “The Light”, die den Groove des Albums aber niemals einzementieren. Folk trifft auf Drummachine Patterns, Gitarrenriffs driften in die scheinbare Endlosigkeit ab. Synth Pop der nachdenklichen Art gibt es doch etwas zu selten. “Super Infinity” ist Dreampop ohne jemals den Kontakt zum Boden gänzlich zu verlieren, finden die Melodien doch einige Meter über dem Boden zu ihrer eigentlichen Stärke. Mitschweben erlaubt und erwünscht. Keith Abrams der auch bei “The Districts” hinter den Kulissen mitmischt, hat auch dieses Album mitproduziert.

Rob Grote (of The Districts) recently shared a new album under the moniker of Goat Mumbles.
The firdt song of th album “Stag” occupies a shadowy, synthwave spectrum. A progressive,
percussive groove shimmers in the moonlight, creating a mysterious,
lonely dance track. The song seems to be invitation to a prospective
companion, as Grote’s vocals suggest a hypothetical future. The longing,
semi-spoken deliver is contrasted by the warmth and brightness of his
falsetto, introducing a different perspective of the artist’s musical
talents.
(The deli magazine)