Eight Measures

music keeps me alive - musik und popkultur

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Disco Elysium – Final Cut Version

Videospiele die sich explizit an erwachsene Spieler richten und einen auf erfahrene Art und Weise fordern gibt es eher selten. Disco Elysium vom estnischen Entwicklerstudio ZA/UM steht für eine Art Unterhaltung, die das Medium Computerspiel als Mittel zum Zweck verwendet um eine tiefgreifende Geschichte zu erzählen, einer in dem einen das eigene Unterbewußtsein immer wieder mal dazwischenfunkt, soll man sich ja im Geschehen mitunter dazu entscheiden ob man Hardcore Kapitalist, Sozialist oder eher jener Sorte Mensch angehört, dem alles relativ egal ist.

Das Spiel beginnt damit, dass man die Kontrolle über einen namenslosen Polizisten übernimmt, der aufgrund ständiger Alkoholisiertheit seinen eigenen Namen und fast alles andere bezüglich der virtuellen Welt, die ihn umgibt vergessen hat. Dass man Polizist ist erfährt man auch nur zufällig am Korridor vor dem eigenen Hotelzimmer. Nach und nach versucht sich der Charakter mithilfe von Dialogen an seine eigene Identität zu erinnern und muss/soll mit einem zugeteilten nüchtern wirkenden Kollegen einen Mord aufklären, der an einem Söldner begangen worden ist. Eine Gewerkschaft von Hafenarbeitern wird bald verdächtigt, weitere Ermittlungen sind notwendig und wäre da nicht die isometrische Spielewelt, die durch und durch haarsträubenden Dialoge mit dem eigenen Unterbewußtsein oder anderen Aspekten des Charakters, man könnte das Spiel als gewöhnliche Variante eines Pen & Paper Ablegers betrachten.

Disco Elysium ist Dystopie, Klassenkampf und Krimi in einem.

Revachol, so heißt die Spielewelt ist voll von Absurditäten (man kann sich mit einem Postkasten unterhalten, ihn streicheln oder in ihn hineintreten) und gekonnt geskripteten Dialogen, die einen manchmal schmunzeln lassen oft aber in die Nähe der Verzweiflung bringen. Dafür ist es wichtig die eigene Gesundheit und die Moralattribute der Hauptfigur im Blick zu haben, Erfahrungspunkte auf verschiedene Charaktereigenchaften zu verteilen, sonst kann es passieren, dass die Hauptfigur keinen Bock mehr hat und den Polizeidienst quitiert, was das Ende des Spiels zur Folge hat. Durch Würfelproben versucht man das eigene Schicksal und den Verlauf mancher Dialoge positiv zu beeinflussen und wird dank massiger Aufträge von A nach B geschickt, worauf der Kollege vom anderen Distrikt abends schon mal erwähnt warum man eigentlich soviel läuft. Man ahnt es schon von Beginn an, aber die Dialoge und zu lösenden Aufgaben sind eng miteinander verwoben und können den weiteren Verlauf des Spiels in die eine oder andere inhaltliche Richtung lenken. Und es gibt kaum ein Spiel in dem man sich entscheiden kann z.B. durch und durch rassistisch zu sein, damit man sich mit einer bestimmten Klientel in der Welt von Revachol gut versteht und taktische Vorteile generiert, während andere Personen einem das im Spiel übel nehmen. Daneben kann man sich jeglich erhältliche Droge reinziehen und den Bad Guy spielen. Hang zur Theatralik miteingeschlossen.

Diese große Bandbreite an spielerischen Entscheidungen des Hauptcharakters, die interaktive Spielewelt, der gelungene Soundtrack der britischen Rockband British Sea Power und die dystopische Stimmung des Spiels sind die großen Stärken von Disco Elysium, welches in der Final Cut Version nun alle Dialoge (in Englisch) vertont und alle Texte auf deutsch übersetzt liefert. Disco Elysium Final Cut ist für PC,Mac, PS4 & PS5 erschienen und ist für Rollenspielfans mit Hang zum schrägen Humor ein absolutes Muß. Das Spiel bietet eine relative Spielzeit von 20 – 30 Stunden, hat aber einen hohen Wiederspielwert, da kein Durchlauf dem anderen gleicht.

Attwenger – Drum

Attwenger- Drum

Sprachkunst á la H.C. Artmann und Ernst Jandl, mehr elektronische Beats und verzerrte Ziehharmonika von der einen Hälfte von Attwenger, Hans-Peter Falkner, das macht das neue Album “Drum” der österreichischen Band aus. Attwenger geben mit ihrem “Stanzl-Punk” aktuellen (auch politischen) Themen eine Bühne, umschreiben gesellschaftliche Zustände aber lieber als sie direkt zu bennen. Damit ist das Duo in ihrer Anti-haltung auch auf ihrem 10. Studioalbum kratzig und thematisch aktuell wie eh und je. Sie arbeiten sich erfrischend an der Realität der anderen ab und geben ihrer Musik jene Schärfe, da sie die Banalität des Alltags wie durchs Brennglas betrachtet in ihrer in Mundart gehaltenen Texten verdichten. Identität, Normalität – Was ist das? Sind das in Stein gemeißelte Wahrheiten oder sind sie genauso konstruiert wie vieles andere?

Mit gutem negativem Gefühl gegen den missliebigen Status quo: Attwenger sind zurück und packen das Kind bei den Hörnern.

der Standard.at

“i mog diese leid ned | diese leid meng ned mi.” in der Nummer “leider” bringt Markus Binder das Credo der Band auf den Punkt. Eingerahmt in die Schublade der “Neuen Volksmusik” versteht es Attwenger wie keine andere österreichische Band, ähnlich wie Karikaturen von Deix, zu polarisieren. Intensive Seelenschau ist Programm. Das Gemüt der Leute, die sich gerne über ihre scheinbare “Normalität” identifizieren stehen bei den Texten von Markus Binder gerne im Zentrum und bietet jene Projektionsfläche an der sich Attwenger musikalisch wie textlich gerne abarbeitet. Obwohl sie auf jedem Volksfest auftreten könnten sind Attwenger doch eher auf den alternativen Bühnen inkl. dazugehörigem (linkem) Publikum zuhause.

Manchmal kann man sich fragen wie sich M. Binder die immense Menge an Text merken kann. Seit 30 Jahren gehören Attwenger zur Musiklandschaft des kleinen Landes, welches oft als “Insel der Seeligen” beschrieben wird. Das “seelige Gemüt” wird von Attwenger aber gerne auseindergepflückt, die Mainstreamgesellschaft kritisch hinterfragt. Lieder wie “a wenig weniger” in dem es um das sich immer schnellere drehende Rad der Gesellschaft geht, wo man unweigerlich mit muß, wenn man “es schaffen” will, zeugen davon, denn für Attwenger gibt es die Wahl. Macht man mit oder nicht. Man hat natürlich auch die Möglichkeit die Musik von Attwenger zu mögen oder nicht, wer sich aber auf Sound & Texte der Band einläßt wird sich dabei immer wieder ertappen mit dem Kopf oder den Füßen mitzuwippen.

“drum kann ein trumm, d.h. eines dieser trümmer sein, die plötzlich im weg stehen, womöglich in form einer überdimensionalen rübe, und sei es nur eine virtuelle, aber sei‘s drum. hier ist sowieso alles konstruiert.”

Markus Binder

Soundtechnisch bleiben sich Attwenger treu, schnelles Schlagwerk, verzerrte Zieharmonika – durch Verstärker gejagt sind Erkennungszeichen der wohl progressivsten österreichischen Vertreter der neuen Volksmusik. Live sind sie sowieso ein Erlebnis. Das Album “Drum” ist am 14. Mai 2021 bei Trikont erschienen, kann aber auch via Homepage der Band bezogen werden.

American Utopia – Ein Musiktheater von David Byrne

David Byrne ist in unseren Breiten eher für seine Bücher (Bicycle Diaries, Wie Musik wirkt) bekannt und als ehemaliger Frontman der Gruppe “Talking Heads” ein Begriff. Byrne, der schon mit Musikgrößen wie Brian Eno gearbeitet hat, hat für sein siebentes Studioalbum “American Utopia” eine Broadway Bühnenschow, welche von Oktober 2019 bis Februar 2020 im Hudson Theatre gezeigt wurde mit GastmusikerInnen konzipiert und aufgeführt. Regisseur Spike Lee hat daraus in Zusammenarbeit mit dem Künstler einen Musikfilm gemacht, der sich stark mit Byrne als Musiker identifiziert und darüber hinaus als Hymne an das Leben verstanden werden kann. Ein Musikfilm der an das Miteinander von Menschen appelliert und darüber hinaus als Statement für den Austausch von Gedanken und Ideen gesehen werden kann.

“David Byrnes „American Utopia” regt uns alle an, nachzudenken, in Kontakt miteinander zu kommen, sich zu engagieren und zu tanzen.”

Pressemitteilung

Eine minimalistische in Blautönen gehaltene Bühnenshow und elf GastmusikerInnen und ihre Instrumente. Mehr braucht es nicht um eine amerikanische Utopie auf den Broadway Bühnenboden zu zaubern und der amerikanischen Utopie zumindest für einen Abend lang zur Entfaltung zu verhelfen. Byrne überzeugt dabei als charismatischer Frontman einer vielfältigen Bühnentruppe, läßt Musik seiner Talking Heads Tage in neuem Licht erstrahlen, fungiert als Erzähler und Vermittler seiner Utopie im Dialog mit dem Publikum während Spike Lee als Regisseur lediglich versucht den Zauber der Show auf Film zu bannen ohne sich in den Vordergrund zu drängen.

Herausgekommen ist ein 105 Minuten langer Gegenentwurf zur (damaligen) politischen Lage in Amerika. Man spürt, dass David Byrne versucht über seine Musik hinaus als Botschafter einer klaren humanistischen Idee zu fungieren und erschafft einen euphorisierenden Sing Along Protest Film. Der Film wurde 2020 beim Toronto Film Festival gezeigt und prämiert. Am 26.5. ist er noch einmal in Österreich im Filmcasino zu sehen. “American Utopia” kann auch via Apple TV und Youtube ausgeliehen und gestreamt werden. Nicht nur für Fans von David Byrne ein Musiktheaterhighlight.

Regie: Spike Lee, Drehbuch: David Byrne, Kamera: Ellen Kuras, Schnitt: Adam Gough, Musik: David Byrne Produktion: HBO österreichischer Verleih: Polyfilm

Geigenbau 2.0 mithilfe künstlicher Intelligenz

Ein einfaches neuronales Netz kann die Klangeigenschaften von noch nicht gebauten Violinen mit einer 98% Genauigkeit vorhersagen. Ein möglicher ‘Game Changer’ im Violinenbau. Dabei haben der chilenische Physiker und Geigenbauer Sebastian Gonzalez und der professionelle Mandolinenspieler Davide Salvi in einem Artikel im Wissenschaftsmagazin Nature aufgezeigt, wie ein einfaches und effektives neuronales Netzwerk in der Lage ist, das Schwingungsverhalten einer Geigenplatte vorherzusagen.

Das seit dem 16. Jahrhundert erstmals hergestellte Musikinstrument hat sich über die Jahrhunderte stetig weiterentwickelt. Die meisten Arbeitsschritte werden aber weiterhin per Handarbeit erledigt. Eine Arbeit, die auch heute noch viel Wissen und Erfahrung benötigt. Bislang war es erst nach Fertigstellung eines Instruments möglich die Klangeigenschaften der Violine zu beurteilen. Das könnte sich mit der am Musical Acoustics Lab des Politecnico di Milano entwickelten KI nun ändern.

Geigenbau trifft auf KI

Für ihre Forschung haben die Wissenschaftler und (Hobby-)Musiker eine Geigenplatte mit 35 Parametern entwickelt, die an der „Messiah“-Geige von Stradivarius orientiert ist. Dafür simulierten die Forscher tausende Grundformen an Violinen, um den Zusammenhang von Form, Material und Vibration, also den Klang, zu untersuchen. Eine historische Zeichnung des wohl berühmtesten Geigenbauers diente dann als Vorlage. Durch Veränderung der Parameter, wie Radien und Mittelpunktsposition der Kreise, Wölbung, Dicke, mechanische Eigenschaften des Holzes etc., erstellten sie einen Datensatz von Geigen, die die Wissenschaftler einer Reihe von Geigenbauern vorlegten. Diese Formen bildeten die Eingabe für das neuronale Netz.

“Eine Schlussfolgerung der Forscher: Der Nachbau historischer Violinen garantiert nicht den guten Klang des Originals, wenn er sich nur an der Geometrie orientiert. Denn nur wenn auch die Parameter des Materials identisch sind, besteht eine Hoffnung, dass das Instrument genauso vibriert (und damit klingt) wie das historische Instrument.”

https://t3n.de

Diese wissenschaftliche Forschung könnte es Geigenbauer aus Cremona (und darüber hinaus) in Zukunft ermöglichen, eine Geige mit identen Klangeigenschaften des Originals herzustellen oder “vorherzusagen” wie ein spezifisches Violindesign klingen mag. Dieses Potenzial könnte dabei helfen neue Designs und Materialien für den Violinenbau des 21. Jahrhunderts zu erschließen ohne auf die markanten Klangeigenschaften des kultigen Instruments verzichten zu müssen. – aufmerksam geworden via t3n.de

Bygone Dreams – The Fade Beta

The Fade Beta – Bygone Dreams

Atmosphärische Intro’s und Outro’s, schleppende Beats im “BoC”-Gewand, das ist der Klangkosmos von ‘The Fade Beta’. Ein Klangteppich, der mich immer wieder emotional bewegt, da unweigerlich eigene Kindheitserinnerungen damit verknüpft sind. ‘Bygone Dreams‘ erfüllt diese Konnektivität wie das Vorgängeralbum ‘Yesterday’s Eden’ auf einprägsame Art und Weise. Nummern wie ‘The Chemicals’ mit ihren eingefadeten Voice-Samples die scheinbar aus dem Meta-Off des Songs wellenförmig durch den Track hindurch ab- und auftauchen lassen eine Handschrift erkennen, die sich nahe am Soundkosmos des Warp-Label Acts ‘Boards of Canada’ orientieren und dennoch kann man als eingeschworener Fan dieses Stils mit Wiedererkennungswert davon nicht genug bekommen. Die eingeschriebene Klang-DNA schlägt auch beim Track ‘Diving Accident’ vollends durch. Düstere Synthflächen, Snare Drumsounds die wie unter Wasser aufgenommen scheinen sind die markanten Stilelemente des Songs. Der/die KünstlerIn, von der wenig bekannt ist außer dass er/sie aus Amerika stammt, schafft eine Art der musikalischen Ästhetik die in Form und Funktion besteht, starke Anleihen am Soundkosmos des bekannten großen Bruders BoC nimmt und trotzdem für sich selbst und aus sich heraus zum Hörer/der Hörerin spricht.

The Fade Beta – The Great Divide

Auch die Ästhetik des Videos zum Song ‘The Great Divide’ schlägt in dieselbe Kerbe. Eine aufgehende Sonne im Lo-Fi Filter, dann Aufnahmen, die mit einer Super-8 Kamera aufgenommen scheinen, ein Junge der durch die Gegend streift, Nahaufnahme einer Blume mit Schmetterling. Die Leichtigkeit der Jugend wird hier auf spezielle Weise dargestellt und erinnert einen an die eigenen unbeschwerten Zeiten, in denen vieles von einem Gefühl der Magie und des Zaubers umgeben war. Das 17 Tracks umfassende Album ‘Bygone Dreams‘ wurde am 3. Mai 2021 veröffentlicht und kann bei Bandcamp in digitaler Form erworben werden. Für Fans des Sounds von ‘Boards of Canada’ eine uneingeschränkte Empfehlung auch wenn das Album mit seiner Trackfülle manchmal zu oft die immergleiche Ästhetik beschwört und sich Songstrukturen oft ähneln. Eine Reduktion des Releases auf 9-10 Nummern hätte dem Album gut getan.

Sisters with Transistors – Filmdoku

Die Doku “Sisters with Transistors” geht der Frage nach wie Frauen sich ihren Platz im Bereich der elektronischen Musik erkämpft haben und welche Pionierleistungen sie auf dem Gebiet der Avantgarde erbracht haben. Die Regisseurin Lisa Rovner begibt sich in ihrer ersten abendfüllenden Dokumention auf Spurensuche nach jenen Musikerinnen und Klangkünstlerinnen, die auf dem Gebiet der elektronischen Klangerzeugung eine Vorreiterrolle einnahmen. Die Dokumentation die bislang nur auf Filmfestivals ihre Premiere feierte beginnt in ihrer Recherche in den 1920er Jahren und gibt aufgrund von raren Filmaufnahmen Einblicke in die Arbeitswelt der Künstlerinnen, die manchmal selbst nicht glauben konnten, dass sie sich in dieser fest in Männerhand befindlichen Nische ihren Platz erkämpfen würden.

“SISTERS WITH TRANSISTORS is the remarkable untold story of electronic music’s female pioneers, composers who embraced machines and their liberating technologies to utterly transform how we produce and listen to music today.”

Sisters with Transistors

Einige von ihnen sahen es als Privileg an sich mit elektronischer Musik zu beschäftigen, manche Protagonistin des Films arbeitete als Tontechnikerin bei bekannten Institutionen wie der BBC in England. Die Frauen berichten auch darüber wie diese Form der Arbeit es ihnen ermöglichte sich, fernab von der eingesessenen Musikreproduktion wie dem Konzert und Aufführungsbetrieb, dem klassischen Noten schreiben für andere, dahingehend zu entwickeln, dass ihre Form der Musiknotation von ihnen selbst und ihren elektronischen Klangerzeugern dargebracht wurden. Diese Aufführungspraxis ermöglichte den Frauen, wie auch den Männern dieses Genres einen neuen Umgang mit ihren Kompositionen und kam einer Selbstermächtigung gleich, die vor allem in den 60ern und 70ern des vergangenen Jahrhunderts von KünstlerInnen und Publikum (wenn auch nur in kleinem Kreis) gleichermaßen gewürdigt wurde.

“We women were especially drawn to electronic music when the possibility of a woman composing was in itself controversial. Electronics let us make music that could be heard by others without having to be taken seriously by the male dominated Establishment.”

Laurie Spiegel (Composer)

Wichtige Künstlerinnen jener Zeit wie Daphne Oram, Pauline Oliveros, Delia Derbyshire, Laurie Spiegel etc… kommen in den zusammengestellten Filmaufnahmen zu Wort, erklären einem interessierten, meist männlichem Publikum vor Ort ihre Arbeitsweise, können es mitunter selbst nicht glauben, damit ihren Lebensunterhalt zu verdienen und zeugen von einem Selbstverständnis im Umgang mit Kästen, die so groß wie sie selbst waren. Laurie Anderson (Performance-Künstlerin, Musikerin und ebenfalls Filmregisseurin) begleitet mit ihrer Stimme aus dem Off die Dokumentation, erzählt von den kleinen und größeren Erfolgen und auch Misserfolgen der Musikerinnen und setzt die Archivaufnahmen mit ihren Kommentaren ins rechte Licht. Auch heute noch ist die Rolle jener Frauen bei weitem nicht so ausgeleuchtet und ihr Schaffen wird hinter jenem der erfolgreichen Männern der Klangkunst nicht so gewürdigt und anerkannt. Die Doku “Sisters with Transistors” will dies ändern und schenkt jenen Pionierinnen ein stückweit jene Aufmerksamkeit, die sie wohl verdienen.


Website: Sisters with Transistors | Trailer |Titelbild: Maryanne Amacher fotografiert von Peggy Weil

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