Archiv der Kategorie: Musik Gadget

Buzzzy! – ein neuer kleiner digitaler polysynth

Buzzzy! ein Kickstarterprojekt von Frédéric Meslin ist ein kleiner digitaler polyphoner Synthesizer, der sich vor Konkurrenten wie dem Korg Volca FM oder dem DIY Kit – PreenFM nicht verstecken muss. Frédéric Meslin arbeitet seit 2013 Vollzeit als Music Instrument Designer, für Firmen wie Arturia, Waldorf Music oder Mutable Instruments. Nun hat er seinen ersten eigenen Synth auf Kickstarter präsentiert und den Zahlen nach geht der kleine Alleskönner auch in die Produktionsphase.

Der 16 stimmige Synth im kleinen Format bietet vier Oscillator Engines, neun eingebaute Effekte (Reverbs, Delays und Filter), einen schnellen Arpeggiator und bietet 16 Speicherplätze um eigene Presets zu speichern. Hier einige Soundbeispiele:

Buzzy! in Action

Die Klangerzeugung basiert auf 4 Synth Engines und 3 Effekt Engines. Die 4 Soundengines sind Pulse, FM, Wave und Noise. Im Herzen des Synths ist ein ARM Cortex M4 Prozessor, der mit 81,92MHz getaktet ist, verbaut. Der Stereoausgang bietet volle hochqualitative 24bit / 48kHz Auflösung.

Frédéric Meslin in seinem Studio

Um seinen Synth zu bewerben und das Projekt umzusetzen hat Frédéric Meslin, der in Deutschland lebt und arbeitet, seine eigene Firma namens Fred Lab’s gegründet und hofft nach dem starken Zuspruch seinen Synth zur Marktreife zu führen. Die ersten Geräte dürften im September aber bereits ausgeschickt werden.

Behringer Crave Synthesizer

Behringer hat bei der NAMM 2019 einen semimodularen Synthesizer vorgestellt, der mit einem Ladenpreis unter 200 Euro wirklich günstig ist. Bei dem Behringer Crave handelt es sich um einen monophonen Analog-Synthesizer mit integriertem 32 Step Sequenzer bei dem sich hinter der VCO-Sektion Behringers Nachbau des Curtis Chips 3340 verbirgt. Dieser berühmte Chip wurde zum Beispiel auch im Prophet-5 verbaut, aber auch in berühmten Synthesizer-Legenden wie Oberheim OB-8 oder Memorymoog. Die Filtersektion (Ladder Filter) ist auf den Prinzipien eines Minimoogs aufgebaut.

Das orange Metalcase mit Holzseitenteilen überrascht neben dem Preis eben auch durch gelungenes Design wobei die einzelnen Potis genügend Abstand zu einander haben um ein gefühlvolles Handling des Desktop Synthesizers zu ermöglichen. Dabei wurde nicht an den Features gespart, neben einer Midi IN/Out Sektion gibt es einen USB Anschluß für die Integration zur eigenen DAW (Digital Audio Workstation) und ein Patchfeld, welches zahlreiche weitere Modulationsmöglichkeiten erlaubt und für den Ladenpreis von 149,- Euro gibt er auch soundtechnisch einiges her. Manche Munkeln ja schon, dass der ebenfalls auf der NAMM 2019 vorgestellte Korg Volca Modular mit einem Ladenpreis von umgerechnet 200,- Euro dagegen schlecht aussteigen wird, da das Handling wie auch die Klangqualität für den Crave sprechen.

Weitere Highlights meinerseits auf der NAMM2019 sind wohl der Moog SIRIN, das schön designte Chorus Pedal aus dem Hause Dreadbox namens komorebi, die neue Groovebox von Elektron, Model:Samples die erstmals ein Elektron Gear unter 500,- Euro darstellt und die Pocket Modular Serie von Teenage Engineering, der Marke die vor allem für seinen handlichen OP-1 Synthesizer bekannt geworden ist. Aber bei so vielen neuen MusikGadgets lässt es einen mitunter vergessen, wie sehr man doch schon Möglichkeiten daheim zu Verfügung hat. Für Leute die mehr Zeit dafür verwenden nach neuem Gear Ausschau zu halten als bereits erstandene Synthesizer oder Drummachines zu nutzen und auszuschöpfen ist folgendes Video vielleicht hilfreich. Es behandelt das Gear Aquisition Syndrom (kurz GAS) und gibt hilfreiche Tipps um sich gegen das Lechzen nach neuem Material zu stemmen.

Gecho – Pocket Loop Synthesizer

Unlängst ist mir dieser kleine unscheinbare Synthesizer im Netz aufgefallen. Aufmerksam gemacht hat mich ein Bericht des Youtubers BoBeats, der diesen kleinen in einer Holzschachtel verpackten Synthesizer namens Gecho Loop Synth näher unter die Lupe nahm. Gesteuert wird der Synth via Buttons, Sensoren und einem magnetischen Ring. Dabei wird der Sound von diesen moduliert, ein eingebautes Mikrophon ermöglicht das Steuern des Gerätes mit externen Instrumenten oder einfach durch leichtes Klopfen auf der Oberfläche wo das Gerät steht. Die Möglichkeiten sind vielfältig, ob als meditative Relax-Box oder als ernsthaftes Instrument, die Box gibt einem zumindest die Möglichkeit sich eingehender mit ihr zu beschäftigen. Als Liebhaber solch kleiner Audio-Gadgets denke ich daran mir so einen Synth zu kaufen, denn dieser ist für ca. 149 Euro zu haben, momentan aber leider ausverkauft. Wie bei solchen Fällen üblich wird an weiteren Auslieferungen gearbeitet aber mehr als ein paar Gecho’s pro Woche sind bei einem 1 Personen Unternehmen nicht drin. Zusammengebaut werden die Teile in Irland, Versandkosten innerhalb Europa sollten also überschaubar sein. Wer nach dem oben geposteten Video sich überlegt sich so ein Teil zu besorgen, sollte den Newsletter abonnieren um über weitere Auslieferungen informiert zu bleiben.