Jordan Peele’s dritter Film „Nope“ ist scheinbar von allem etwas. Er erzählt von zwei erwachsenen, afroamerikanischen Geschwistern, die auf einer abgelegenen Pferde-Ranch leben und dort Zeugen einer mysteriösen Erscheinung am Himmel werden. Die Pferderanch ist seit mehreren Generationen in Familienbesitz, das Geschäft läuft aber alles andere als gut.

Sci-Fi Elemente treffen auf Horror in Gestalt einer außerirdischen Lebensform die alles und jeden aufsaugt und gegebenfalls auch wieder ausspuckt. Literweise Filmblut inklusive. Der Regisseur lässt uns ziemlich allein zurück was die Deutung des Films betrifft. Eine Rückblende auf einen Zwischenfall mit einem Schimpansen einer Familienserie zeigt aber eines: Natur läßt sich nicht domestizieren, denn Natur bleibt bis zu einem gewissen Grad immer gewalttätig und unberechenbar. Gleich in einer Anfangszene von „Nope“ auf einem Filmset tritt das Filmpferd nach hinten aus und wird deswegen von einer Computergrafik ersetzt.

Das züchten von Pferden für Film und Fernsehen ist in Zeiten von Animationen und CGI alles andere als einfach. Deshalb steht der Verkauf der Ranch im Raum und da kommt das mysteriöse Himmelsobjekt gerade recht. Die Hauptfiguren Otis Jr. „OJ“ und Emerald „Em“ Haywood, gespielt von Daniel Kaluuya und Keke Palmer sehen in der Erscheinung am Himmel die Möglichkeit, die Ranch und die Pferdezucht zu retten indem sie das ungewöhnliche Himmelsobjekt auf Film zu bannen versuchen. Dafür ist Ihnen jedes Mittel recht und so ziehen sie mit einem Mitarbeiter einer Elektronikfirma und einem Kameramann ins finale Gefecht. Ein wenig erinnert das Spektakel am Ende an den legendären Kampf mit dem weißen Hai aus dem gleichnamigen Film von Stephen Spielberg. Auch fanden einige Kritiker:innen sich an solch Filmklassikern wie „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ erinnert.