Star Trek Discovery Serie auf Netflix

Da jetzt wohl viele im Star Wars Fieber sind muß ich an dieser Stelle kurz mal die Lanze für die Konkurrenz brechen. Die Star Trek Saga hat mich schon als Kind – vor dem Fernseher sitzend – fasziniert und mit der Star Trek Discovery Episode ist den Produzenten eine gelungene Science Fiction Serienadaption, die 9 Jahre vor Raumschiff Enterprise spielt, gelungen. Als bekennender Science Fiction Fan finde ich die wissenschaftlichen Aspekte und die Probleme einer föderierten Gesellschaft bei Star Trek spannend und tiefgehend.

Die Geschichte der Star Trek Discovery wird aus der Sicht von Sternenflotten-Offizierin Michael Burnham erzählt. Sie ist die Halbschwester von Commander Spock der in der 2. Staffel seinen Auftritt als junger Vulkanier hat. Die Geschichte wird also nicht aus der Sicht des Kapitäns erzählt aber spielt sich wie das Original hauptsächlich auf der Kommandobrücke der Discovery, einem Forschungsschiff ab. Die Figuren sind interessant gestaltet und auch die zwischenmenschliche(?) Ebenen einer föderierten Gesellschaft sind gut ausgeleuchtet. Während sich in Staffel eins neben dem Krieg gegen die Klingonen alles um einen ominösen Sporenantrieb dreht und es die Crew des Schiffes in ein Paralleluniversum verschlägt in der die Vorgesetzte von Michael Burnham noch lebt und Anführerin einer faschistisch geprägten Allmacht ist taucht in der 2. Staffel ein engelhaftes Wesen auf, welches die Discovery zu Schauplätzen in der Galaxie führt die Hilfe benötigen. Sieben rote Signale treten auf und da die Enterprise beschädigt ist, kommt deren Kommandant Christopher Pike als Captain auf die Discovery. Dieser vermisst seinen Wissenschaftsoffizier Spock, dessen Verschwinden mit den Signalen in Zusammenhang zu stehen scheint. Die Discovery bricht auf, um die Signale zu erforschen. Natürlich spielt der Sporenantrieb auch in dieser Staffel eine Rolle. Eine Science Fiction Idee, die ich von Folge eins weg spannend erzählt finde. Mitthilfe dieses Antriebes ist es für das Forschungsschiff möglich zu jedem erdenklichen Punkt der Galaxie zu “springen”. Der Warpantrieb 2.0 hilft natürlich auch bei dem aussichtslosen Kampf gegen die Klingonen, mit denen man sich anfangs noch im Krieg befindet. Doch der Sporenantrieb hat auch seine Tücken, hilft der Crew aber schlußendlich oft aus der Patsche. Vor allem die emotional ambivalente Beziehung zwischen Burnham und ihrer ehemaligen Vorgesetzten Captain Philippa Georgiou in Staffel 1 hat mich wirklich in ihren Bann gezogen und ist ähnlich spannend erzählt wie die tragische Geschichte zwischen Paul Stamets einem Wissenschaftsoffizier und dem Arzt Hugh Culber, des ersten homosexuellen Paares der Star Trek Filmgeschichte. Es gibt eben viele Nebenerzählstränge die der Erzählung rund um Commander Burnham nur gut tun und sich gekonnt zu einer großen Science Fiction Geschichte vermengen, die viele unvorhergesehene Wendungen beinhaltet. So gesehen ist die Serie ein erfreulich spannendes Prequel der Originalserie die 2016 bereits 50 Jahre auf dem Buckel hatte. Am 27. Februar 2019 wurde angekündigt, dass die Serie über die Discovery um eine dritte Staffel verlängert wird. “Live long and prosper!”

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