Octo Octa – Resonant Body

Wenn es ein Electronic Album dieses Jahr erfolgreich in mein Plattenregal geschafft hat, dann wohl das dritte Album von Octo Octa, welches im September diesen Jahres auf dem eigenen Label T4T LUV NRG veröffentlicht wurde.

Octo Octa’s drittes Album “Resonant” Body”

Oldschool Dance Album umschreibt “Resonant Body” wohl am besten. Eine freudvolle Vereinigung von Rave und Disco Einflüssen die Octo Octa (Maya Bouldry-Morrison) gekonnt zu einem flüssigen Ganzen vermischt und eine kleine Huldigung an Mutter Natur ist. “Imminent Spirit Arrival” der Opener des Albums mit seinem Breakbeat und dem Sampling Vocal “Come on” geben schon mal die Richtung des Albums vor. Ravekultur scheint Octo Octa wichtig zu sein, zumindest ladet das Album zum Tanzen ein, bleibt immer treibend fokusiert, läßt aber das große Ganze der Nummern nicht außer acht. Ein Album, das wieder einmal gekonnt die Kunstform des Samplings in den Vordergrund stellt und gefühlvolle Synthflächen und Tanzbarkeit miteinander vereint. “Move your Body” läßt einen dann mit dem Rave-Synth String Sample schon wieder innerlich schmunzeln. Das Album ist eine einzig große Referenz an die Zeit in der technoide Tanzmusik noch diese frische Unbekümmertheit ausgestrahlt hat, die auch auf “Resonant Body” zu spüren ist. Aber altbacken ist das Album auf keinen Fall. Die Liebe zur Tanzmusik und im speziellen zur House Musik, die sich hautpsächlich in Chicago entwickelt hat ist spürbar und dieser Vibe macht das Album auch in den eigenen vier Wänden auf der Stereoanlage zu einem Companion mit “Zurück in die Zukunft” Appeal. “Deep Connections”, “Spin Girl, Let’s Activate”, oder “Ecstatic Beat” schlagen in die gleiche technoide Kerbe und lassen die eigenen Tanzbeine wippen so gekonnt ist hier die verspielte Liebe zur Tanzmusik der Achtziger/Neunziger des vergangenen Jahrhunderts verwoben, dass man hier wahrlich von einer Zeitreise reden kann, die man beim Hören antritt.

Octo Octa gibt mit “Resonant Body” eine mögliche Antwort auf die in den letzten Jahrzehnten eher von Innovation verschonten elektronischen Tanzmusik. Es gibt zwar immer mehr Unterarten und musikalische Subgenres. Elektronische Tanzmusik muß sich aber den Vorwurf gefallen lassen sich auf den Selbstzweck von Parties und zur musikalischen Untermalung von Airports und Bahnhallen herunterreduziert geworden zu sein. Es gibt meiner Meinung nach nur wenige Alben die aus einer breiten Masse hervorstechen. “Resonant Body” ist so voll von gelungener Referenzen, dass man das Album als ein Lebenszeichen der Tanzmusik im Allgemeinen sehen kann, es aber auf seinen eingeschlagenen Pfaden sich auch für die intime Beschallung der eigenen Wohnzimmercouch eignet.

Auch die bereits im März diesen Jahres veröffentlichte EP “For Lovers” hat sich in mein Gedächtnis eingebrannt. Die Nummer “I need you” zählt wohl zu einer der besten Dance Nummern diesen Jahres. Manchmal sind die einfachsten Botschaften doch die besten.

Wer mehr darüber erfahren will wie Octo Octa live arbeitet, dem sei dieses Video von Boiler Room Seoul empfohlen. Maya Bouldry-Morrison gibt dabei Einblicke in sein Live Setup und seine/ihre Arbeitsweise.

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