meine Top 8 Alben des Jahres 2018

Das renommmierte Onlinemusikmagazin The Quietus tut es, Pitchfork macht es wahrscheinlich auch und Bandcamp sowieso. Die Jahreslisten der herausragendsten Alben und Songs des Jahres 2018 werden durch die weiten des Internets geschickt und da schließe ich mich nun hiermit an und erhebe meine Stimme für Musik, die mich in der zweiten Hälfte dieses Jahres begleitet hat und einen gewissen Stellenwert für mich bekommen und meinen verwöhnten musikalischen Geschmack besonders getroffen hat:

8. Hozier – Nina Cried Power EP (Releasedatum: 6. September 2018)

Hozier (bürgerlicher Name: Andrew Hozier-Byrne) schafft es wieder einmal, dass man auch von KünstlerInnen angetan sein kann, die auch bei Mainstreamradiostationen rauf und runter gespielt werden. Wieder dickes Plus für den irischen Musikers, der, Folkrock hin oder her , sich für seine Arrangements Zeit nimmt und deshalb sollte man seiner neuen EP und dem bodenständigen Typen Gehör schenken.

Hozier – Nina Cried Power EP

7. Fufanu – The Dialog Series (Releasedatum: 19. Oktober 2018)

Isländische Künstler sind immer für eine Überraschung gut und das Trio um Frontman
Hrafnkell Kaktus Einarsson werkelte im Laufe des Jahres an mehreren EP’s die nun auf einem Album zusammengefaßt worden sind; düstere dystopische Techno/Electro Baladden aus dem hohen Norden Europas.

6. Muslimgauze – 11 Minarets (Re-Release: 29. Oktober 2018)

Das bereits 1996 veröffentlichte Album wurde von einem kleinen ukrainischen Label (Kvitnu – kvitnu.com) in einer Stückzahl von 300 Kopien neu aufgelegt. Muslimgauze, um den sich neben Aphex Twin wohl die meisten Mythen in der elektronischen Musikszene ranken wurde nur 38 Jahre alt. Er, der mit bürgerlichem Namen Bryn Jones hieß und sich im Jahre 1983 Muslimgauze zu nennen begann konnte in seiner aktiven Zeit 16 Alben pro Jahr veröffentlichen und fiel vor allem mit seiner Haltung zum Palästinenserstaat auf. Obwohl eine Vielzahl seiner Alben religiöse Titel haben war der aus Manchester stammende Musiker selbst der Religion eher skeptisch gegenüber eingestellt.

5. Swamp Dogg – Love, Loss and Autotune (Releasedatum: 7. September 2018)

Wohl beherzter und intimer wurde die Voice-Technik “Autotune” noch nie eingesetzt. Mit Ryan Olsen von Poliça  als Produzent der Nummern wurde jemand an Board geholt der etwas von Autotune als Technik versteht und “The national treasure” – Swamp Dogg ließ bei diesem Album die Zügel aus der Hand. Herausgekommen ist ein Neosoul Album der Extraklasse mit viel Hingabe zum Schmalz ohne pathetisch zu klingen.

4. The KVB – Only Now Forever (Releasedatum: 12. Oktober 2018)

Shoegaze trifft auf Elektro und heraus kommen The KVB. Mein Bruder hat mich auf das aus England stammende und nun in Berlin lebende Duo aufmerksam gemacht. Das aktuelle Album wurde auf Invada Records veröffentlicht.

The KVB – On my skin

Blending reverb-soaked shoegaze with minimalist electronic production, The KVB’s music reflected Nicholas Wood and Kat Day’s mastery of atmosphere even as their sound evolved over the course of the 2010s.

by Heather Phares

3. Planning to Rock – Powerhouse (Releasedatum: 9. November 2018)

PlanningtoRock aka Jam Rostron liefert hier bei seinem 4. Album auf DFA Records eine Melange von RnB Nummern über House bis Elektronummern. “Powerhous”e ist das bis dato intimste Album des Berlin-via-Bolton-Produzenten – eine kinetische, selbst produzierte Platte, die mit Haltung, Humor, Verwundbarkeit und Prahlerei besticht.

2. LOW – Double Negative (Releasedatum: 14. September 2018)

Für eine Band, die seit mittlerweile 25 Jahren besteht gibt sich LOW auf Double Negative so locker und verspielt wie schon lange nicht. Dabei sind LOW wie der Name schon sagt die Vertreter einer eigenen Musiksparte dem Slow-Rock.

Alan Sparhawk, Mimi Parker und Steve Garrington, zusammen Low, experimentieren, zerlegen, brechen und lassen Gehäckseltes wachsen. Trip-Hop-Beats gekreuzt mit Indie, Folk, Ambient und Industrial kriegen kurz vorm digitalen Störgeräusch gerade noch die Kurve zurück zum Song.

Christoph Jacke, Spex.de

1. Beak> – >>> (Releasedatum: 20. September 2018)

Kaum eine Band kam 2018 symphatischer daher als die aus Bristol stammende Formation. Verspielter Out-Rock der Extraklasse, kompakte Synthlinien treffen auf ein variantenreiches Schlagzeug-spiel von Geoff Barrow, Gründungsmitglied von Portishead. Tags: #postrock, #krautrock, #outrock.

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