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POP 1900–2000: Populäre Musik in der Steiermark

Ausstellungshinweis:

5.03.2019 – 26.01.2020

Eröffnung: 14.03.2019, 19 Uhr mit DJ Al Bird Sputnik (Trash Rock Archives, FM4 Schnitzelbeats)Kuratiert von: Maria Froihofer, David Reumüller und Karl Wratschko

Über die Ausstellung

Wer waren die steirischen „Popstars“ zu Beginn des 20. Jahrhunderts? Was haben die Comedian Harmonists mit der Steiermark zu tun? Welche Musikgruppe aus Gradenberg deklassierte in der österreichischen Hitparade einst sogar Elvis Presley? Und: Was war die steirische Antwort auf Woodstock? 

POP 1900–2000 nimmt sich populäre Musik in der Steiermark im 20. Jahrhundert zum Thema. Im Fokus stehen dabei steirische Protagonistinnen und Protagonisten sowie Bands, deren Musik und die Orte, an denen sie aufgeführt und gehört wurde, deren Lebensstile und -welten, beleuchtet im Wechselspiel und Kontext einer (steirischen) Zeit- und Mediengeschichte sowie Alltagskultur.

Die Ausstellung gibt damit Einblicke in das steirische Musikschaffen im Bereich der U-Musik, sie schafft Brücken zwischen kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklungen, legt den Fokus auch auf weniger Bekanntes oder mitunter Vergessenes und berührt ein ganzes Ensemble oft nicht eindeutig abgrenzbarer Musikgenres und -gattungen.

Erzählt wird dies anhand einer Vielzahl an Fotografien, Film- und Videoaufnahmen, anhand technischer Geräte bzw. medienhistorischer Artefakte, anhand der Musik und mithilfe der Menschen, die sie „gemacht“ haben.

Museum für Geschichte

Interviews

Die folgenden Interviews sind über die letzten Jahre entstanden und wurden erstmals auf meinem alten Weblog helve.org veröffentlicht. Es sind Gespräche mit befreundeten KünstlerInnen über ihre Arbeit.

Interview Hella Comet

CK: Ihr habt Ende letzten Jahres euer aktuelles Album „Wild Honey“ herausgebracht und nach eurem ersten Album „Celebrate Your Loss“ von 2010 klingt dieses mehr nach Pop. Keine Nummer dauert länger als acht Minuten und die Instrumentalparts sind auch kürzer ausgefallen, war das Absicht? Franz: Ist beim Machen so geworden. Und mit ...
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Interview Frau mag Rosa Pink

Mag.a Kerstin Rajnar, MA lebt und arbeitet in Wien und Graz. Sie hat einen Master in Media and Interaction Design (FH-Joanneum Graz) abgeschlossen und davor Bühnengestaltung an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz studiert. Ihre Arbeit findet im Spannungsfeld zwischen Kunst und Design statt. Besser bekannt ist sie unter ...
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Winterstrand Interview

Sie haben bereits in ihrer Kindheit mit Tapeloops experimentiert, Radiosendungen zerstückelt und ihren eigenen Environmental-Aufnahmen gelauscht. Ihre Alben werden aus einem Pool an Rohmaterial kompiliert, dauern nicht länger als 30 Minuten und spannen dabei den Bogen zwischen verschiedensten emotionalen Zuständen. Die Rede ist von ‘den ewigen Optimisten’ Winterstrand. Die 3 Brüder Simon, ...
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Interview mit Christian Sundl (Wilhelm show me the Major Label)

Wilhelm show me the major label ist ein junges Grazer Gitarrenlabel, welches Ende 2007 gegründet wurde. Vor kurzem sind die ersten beiden Releases auf Compact Kassetten veröffentlicht worden. Christian Sundl, Mitbegründer von WSMTML, erschien beim interview zwar mit Mp3-Player – gedreht hat sich das Gespräch aber um das Musikmedium der 70er und ...
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Daniel Hafner – Interview

Daniel Hafner ist ein relativ junger Künstler. Mit seinen 28 Jahren steht der ehemaligeAssistent und Weggefährte von Jörg Schlick kurz davor von einer breiteren Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden. Seine Herangehensweise an Arbeiten ist stets humorvoll, die eigentlichen Werke wirken aber distanziert, ja mitunter sogar kühl. Seine Leidenschaft gilt dem kleinen Detail, welches ...
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Interview mit der Literaturplattform Poetro

~mit trompeten und posaunen~ 13 AutorInnen – aus dem Umfeld der in Salzburg gegründeten Literaturplattform Poetro – haben im Eigenverlag ihr erstes Buch veröffentlicht. PerVERS – Anthologie junger AutorInnen ist der Titel der Textsammlung, welche seit Anfang März bei ihren Lesungen, oder über ihre Webseite käuflich erworben werden kann. Ich frage Catherine ...
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Interview – Miriam „Mimu“ Moné

Mimu (Miriam Moné) wird von mir in ein kleines Interview über Medienkunst, ihrem Werdegang als Künstlerin und ihrer Befindlichkeit zur Kunst verwickelt. Sie lebt und arbeitet in Wien und studiert “Digital Arts” an der Angewandten, kommt eigentlich aus dem Grafik / Visuals Bereich und ist neben ihrer Medienverbundenheit auch als Musikerin aktiv ...
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Was vom Kino übrigblieb 10 02 18 – 22 04 18 Halle für Kunst und Medien Graz

mika_taanila
Mika Taanlia, „Down“ aus der Serie Film Reader, 2017. Courtesy balzerprojects (Basel), Foto: Johnny Korkman.

Die Ausstellung „Was vom Kino übrigblieb“ wurde in Zusammenarbeit mit der Diagonale und dem österreichischen Filmmuseum konzipiert. KünstlerInnen thematisieren das Verschwinden des Kulturgenre Film, das im 20. Jahrhundert noch eine größere Rolle spielte als heute. Durch das Internet, Streaming und konsumierbare Inhalte auf vielen verschiedenen Kanälen ist heutzutage das Kino „nur noch ein popkulturelles Unterhaltungsangebot unter vielen“. Die Cinephilie scheint verflogen. Doch was bleibt von der Kulturgeschichte Kino? Dieser und anderer Fragen geht die Ausstellung auf den Grund. Werke von Joseph Beuys, John Baldesari, Mika Taanila oder Ryusuke Ito sind nur einige Exponate, die bei der Ausstellung zu sehen sein werden. Kuratiert wurde die Schau von Norbert Pfaffenbilcher und Sandro Droschl.

„Was vom Kino übrigblieb“ 10.02.2018 – 22.04. 2018 Halle für Kunst und Medien, Burgring 2, 8010 Graz. http://www.km-k.at/de/

Retromania – Warum Pop nicht von seiner Vergangenheit lassen kann (Simon Reynolds)

retromaniaSimon Reynolds beschreibt darin die Tatsache, dass sich Popmusik, als eine der wenigen Gattungen der Kulturgeschichte, immer auf sich selbst bezieht.

Waren es in der Renaissance die Heraufbeschwörung der Tugenden und Künste der Antike so sind es in der Popkultur jediglich Referenzen auf die eigene relativ überschaubare (Musik)Geschichte. Also eine Referenz auf ein paar Jahrzehnte, die zurückliegen und immer wieder als Rohmaterial fürs Neue herhalten muss. Reynolds spürt in seinem Buch dem Zeitgeist und der Urpsrünge dieses Phänomens auf den Zahn. Unzählige Anekdoten und Querverweise unterstützen seine These, dass Pop sich bald selbst abschafft, da sich aus der ständigen Wiederholung und dem Bezug von Popmusik auf die Vergangenheit – dem inhaltlichen Bezug auf Retro –  die Luft ausgeht, bzw. die eigene Geschichte abhanden kommen werden. Für Reynolds ist diese Phase bereits eingetreten. Man kann den Sack wahrscheinlich immer wieder erneut von unten aufschneiden, dennoch bleibt dabei etwas auf der Strecke und irgendwann gibt es keinerlei Rohmaterial auf dass sich diese Retrokultur beziehen kann. Reynolds Buch gilt für viele Menschen die sich mit Popkultur auseinandersetzen als Referenz zum Thema Selbstausbeutung des Pop und seiner Kultur. Nebenbei ist das Buch locker geschrieben und einfach zu lesen. Es macht Spaß Reynolds Blick auf die Entwicklungen in der Popkultur zu folgen. „Retromania“ von Simon Reynolds ist auf deutsch im Ventil Verlag erschienen. Skug nennt es »Das wesentlichste Poptheoriebuch der letzten Jahre«. Nähere Informationen finden sich auf der Webseite des Ventil Verlag.