Schlagwort: Noah Hill

Während Annie Landsberg (Emma Stone) medikamentenabhängig ist und in der realen Welt nur schwer zurechtkommt, versucht Owen Milgrim (Noah Hill) sich aus den Fängen seiner reichen Industriellenfamilie zu befreien und einer Falschaussage vor Gericht aus dem Weg zu gehen. Die beiden Hauptdarsteller begegnen sich bei einer pharmazeutischen Studie, die nichts weniger verspricht als seine Probanden innerhalb von 3 Tagen von allen psychischen Beschwerden und Problemen mittels künstlicher Intelligenz zu befreien. Eine Reihe von Pillen, so der Erfinder der bahnbrechenden Behandlungsmöglichkeit, Dr. James K. Mantleray (Justin Theroux), ist die Lösung für jegliche Beschwerden, seien es Geisteskrankheiten oder der gewöhnliche Herzschmerz. Zusammen mit zehn weiteren Patienten suchen Annie und Owen Linderung in der dreitägigen Studie beim Großkonzern Neberdine Pharmaceutical And Biotech.

Nun startet eine Reise in die innere Welt der beiden Protagonisten die durch Fehlverhalten der künstlichen Intelligenz, die die Studie steuert, verschlimmert wird. Die Maschine, die selbst etwas zuviel Bewußtsein abbekommen hat und daraus resultierend ein Gefühl der Depression bekommt wird schlußendlich von der Mutter des Professors, Dr. Greta Mantleray (großartig auch: Sally Field) therapiert, aber ohne großen Erfolg. Währenddessen schlittern die Hauptdarsteller von einer konfusen Geschichte zur nächsten wobei es zwischen den erlebten Traumphasen zu Überschneidungen der beiden Darsteller kommt. Sie sind durch ein nicht sichtbares Band in den Träumen miteinander verbunden und erkunden gemeinsam die unterschiedlichsten Gefühlswelten. Owen der aufgrund seiner Krankheit glaubt dass Annie eine Art Verbindungsfrau zu einer höheren Wahrheit ist trifft auf die nach außen hin harte Annie die in ihm eine Art Verbündeten sieht. Wirklich gelungenes genreübergreifendes kleines Meisterwerk mit wunderbaren Dialogen und schrägen, sehr gut herausgearbeiteten Charakteren. Das Mimenspiel zwischen Emma Stone und Noah Hill gerät obgleich der Abstrusitäten der Serie nie ins Wanken und so wird hier die Geschichte zweier Außenseiter, die sich über das Erlebte näher kommen mit viel schwarzem Humor und genügend Verve erzählt. „Maniac“ läuft seit 21. September auf Netflix.

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