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Going like a Ghost -Dub Renaissance EP

Habe nun ein paar meiner Tracks, die ich in letzter Zeit am Computer arrangiert habe, auf Soundcloud hochgeladen.

Going like a Ghost – Dub Renaissance EP is a mixture of Dub Elements, primarily Vocal Samples and Drum Patterns within an electronic music style. The Tracks try to focus on Dub as the rythm and „groove giver“ while the rest of the tracks are deep and well arranged sound elements to enhance the dynamic of the songs. Somehow Dub was also the first electronic music genre and many Dub-Versions of songs in the 1980s were somehow first kind of remixes. This Dubtronix kind of release was influenced by Dub as a standalone music genre but was also influenced by the variety of electronic music styles that refer to dub as their sample/sound source. The five tracks on the EP try to focus on those wide known dub elements but also put new elements of styles to one piece together. The track „MezzaninDub“ has somekind a „western-sound“ style within it while the track „Triotrio“ is more focused on the bassdrum and somehow a techno arranged song with a steady and punchy bassline. „Madrasp“ is also a very deep and techno-orientated track and can be labeled as dubtechno while tracks like „Santanda“ and „Demiandub“ are more static and have a more typical triphop beat-aesthetic. The tracks of the release can be seen as a declaration of love to that music genre and the artists behind it.

meine Top 8 Alben des Jahres 2018

Das renommmierte Onlinemusikmagazin The Quietus tut es, Pitchfork macht es wahrscheinlich auch und Bandcamp sowieso. Die Jahreslisten der herausragendsten Alben und Songs des Jahres 2018 werden durch die weiten des Internets geschickt und da schließe ich mich nun hiermit an und erhebe meine Stimme für Musik, die mich in der zweiten Hälfte dieses Jahres begleitet hat und einen gewissen Stellenwert für mich bekommen und meinen verwöhnten musikalischen Geschmack besonders getroffen hat:

8. Hozier – Nina Cried Power EP (Releasedatum: 6. September 2018)

Hozier (bürgerlicher Name: Andrew Hozier-Byrne) schafft es wieder einmal, dass man auch von KünstlerInnen angetan sein kann, die auch bei Mainstreamradiostationen rauf und runter gespielt werden. Wieder dickes Plus für den irischen Musikers, der, Folkrock hin oder her , sich für seine Arrangements Zeit nimmt und deshalb sollte man seiner neuen EP und dem bodenständigen Typen Gehör schenken.

Hozier – Nina Cried Power EP

7. Fufanu – The Dialog Series (Releasedatum: 19. Oktober 2018)

Isländische Künstler sind immer für eine Überraschung gut und das Trio um Frontman
Hrafnkell Kaktus Einarsson werkelte im Laufe des Jahres an mehreren EP’s die nun auf einem Album zusammengefaßt worden sind; düstere dystopische Techno/Electro Baladden aus dem hohen Norden Europas.

6. Muslimgauze – 11 Minarets (Re-Release: 29. Oktober 2018)

Das bereits 1996 veröffentlichte Album wurde von einem kleinen ukrainischen Label (Kvitnu – kvitnu.com) in einer Stückzahl von 300 Kopien neu aufgelegt. Muslimgauze, um den sich neben Aphex Twin wohl die meisten Mythen in der elektronischen Musikszene ranken wurde nur 38 Jahre alt. Er, der mit bürgerlichem Namen Bryn Jones hieß und sich im Jahre 1983 Muslimgauze zu nennen begann konnte in seiner aktiven Zeit 16 Alben pro Jahr veröffentlichen und fiel vor allem mit seiner Haltung zum Palästinenserstaat auf. Obwohl eine Vielzahl seiner Alben religiöse Titel haben war der aus Manchester stammende Musiker selbst der Religion eher skeptisch gegenüber eingestellt.

5. Swamp Dogg – Love, Loss and Autotune (Releasedatum: 7. September 2018)

Wohl beherzter und intimer wurde die Voice-Technik „Autotune“ noch nie eingesetzt. Mit Ryan Olsen von Poliça  als Produzent der Nummern wurde jemand an Board geholt der etwas von Autotune als Technik versteht und „The national treasure“ – Swamp Dogg ließ bei diesem Album die Zügel aus der Hand. Herausgekommen ist ein Neosoul Album der Extraklasse mit viel Hingabe zum Schmalz ohne pathetisch zu klingen.

4. The KVB – Only Now Forever (Releasedatum: 12. Oktober 2018)

Shoegaze trifft auf Elektro und heraus kommen The KVB. Mein Bruder hat mich auf das aus England stammende und nun in Berlin lebende Duo aufmerksam gemacht. Das aktuelle Album wurde auf Invada Records veröffentlicht.

The KVB – On my skin

Blending reverb-soaked shoegaze with minimalist electronic production, The KVB’s music reflected Nicholas Wood and Kat Day’s mastery of atmosphere even as their sound evolved over the course of the 2010s.

by Heather Phares

3. Planning to Rock – Powerhouse (Releasedatum: 9. November 2018)

PlanningtoRock aka Jam Rostron liefert hier bei seinem 4. Album auf DFA Records eine Melange von RnB Nummern über House bis Elektronummern. „Powerhous“e ist das bis dato intimste Album des Berlin-via-Bolton-Produzenten – eine kinetische, selbst produzierte Platte, die mit Haltung, Humor, Verwundbarkeit und Prahlerei besticht.

2. LOW – Double Negative (Releasedatum: 14. September 2018)

Für eine Band, die seit mittlerweile 25 Jahren besteht gibt sich LOW auf Double Negative so locker und verspielt wie schon lange nicht. Dabei sind LOW wie der Name schon sagt die Vertreter einer eigenen Musiksparte dem Slow-Rock.

Alan Sparhawk, Mimi Parker und Steve Garrington, zusammen Low, experimentieren, zerlegen, brechen und lassen Gehäckseltes wachsen. Trip-Hop-Beats gekreuzt mit Indie, Folk, Ambient und Industrial kriegen kurz vorm digitalen Störgeräusch gerade noch die Kurve zurück zum Song.

Christoph Jacke, Spex.de

1. Beak> – >>> (Releasedatum: 20. September 2018)

Kaum eine Band kam 2018 symphatischer daher als die aus Bristol stammende Formation. Verspielter Out-Rock der Extraklasse, kompakte Synthlinien treffen auf ein variantenreiches Schlagzeug-spiel von Geoff Barrow, Gründungsmitglied von Portishead. Tags: #postrock, #krautrock, #outrock.

Maniac – Emma Stone & Noah Hill auf dem Psychotrip

Während Annie Landsberg (Emma Stone) medikamentenabhängig ist und in der realen Welt nur schwer zurechtkommt, versucht Owen Milgrim (Noah Hill) sich aus den Fängen seiner reichen Industriellenfamilie zu befreien und einer Falschaussage vor Gericht aus dem Weg zu gehen. Die beiden Hauptdarsteller begegnen sich bei einer pharmazeutischen Studie, die nichts weniger verspricht als seine Probanden innerhalb von 3 Tagen von allen psychischen Beschwerden und Problemen mittels künstlicher Intelligenz zu befreien. Eine Reihe von Pillen, so der Erfinder der bahnbrechenden Behandlungsmöglichkeit, Dr. James K. Mantleray (Justin Theroux), ist die Lösung für jegliche Beschwerden, seien es Geisteskrankheiten oder der gewöhnliche Herzschmerz. Zusammen mit zehn weiteren Patienten suchen Annie und Owen Linderung in der dreitägigen Studie beim Großkonzern Neberdine Pharmaceutical And Biotech.

Nun startet eine Reise in die innere Welt der beiden Protagonisten die durch Fehlverhalten der künstlichen Intelligenz, die die Studie steuert, verschlimmert wird. Die Maschine, die selbst etwas zuviel Bewußtsein abbekommen hat und daraus resultierend ein Gefühl der Depression bekommt wird schlußendlich von der Mutter des Professors, Dr. Greta Mantleray (großartig auch: Sally Field) therapiert, aber ohne großen Erfolg. Währenddessen schlittern die Hauptdarsteller von einer konfusen Geschichte zur nächsten wobei es zwischen den erlebten Traumphasen zu Überschneidungen der beiden Darsteller kommt. Sie sind durch ein nicht sichtbares Band in den Träumen miteinander verbunden und erkunden gemeinsam die unterschiedlichsten Gefühlswelten. Owen der aufgrund seiner Krankheit glaubt dass Annie eine Art Verbindungsfrau zu einer höheren Wahrheit ist trifft auf die nach außen hin harte Annie die in ihm eine Art Verbündeten sieht. Wirklich gelungenes genreübergreifendes kleines Meisterwerk mit wunderbaren Dialogen und schrägen, sehr gut herausgearbeiteten Charakteren. Das Mimenspiel zwischen Emma Stone und Noah Hill gerät obgleich der Abstrusitäten der Serie nie ins Wanken und so wird hier die Geschichte zweier Außenseiter, die sich über das Erlebte näher kommen mit viel schwarzem Humor und genügend Verve erzählt. „Maniac“ läuft seit 21. September auf Netflix.

Soap & Skin – neues Video „Heal“

Anja Plaschg, alias Soap & Skin gehört wohl zu den außergewöhnlichsten Musikexporten, die das Musikland Österreich die vergangenen Jahre hervorgebracht hat. Die 1990 in der Steiermark geborene Musikerin und Schauspielerin legt nun – nach „Lovetune for Vacuum“ und dem 2012 veröffentlichten „Narrow“ – ihr 3. Studioalbum nach und bietet mit der Single „Heal“ einen ersten Vorgeschmack auf das im Oktober erscheinende Album „From Gas to Solid- you are my friend“. Das Video, welches von Ioan Gavriel & Anja Plaschg gedreht wurde zeigt dabei eine karge Landschaft während Soap & Skin dazu mit der Unterstützung von Bläsern zärtlich hauchend ein „Do we heal?“ als Refrain zum Besten gibt. Viele Kommentare meinen auch, dass es bei Anja Plaschg eine stete Weiterentwicklung ihrer Musik gibt und gleich einem Björk Video taucht Anja Plaschg auch immer wieder in der Landschaft kurz auf. Das Klavierarrangement trägt einen mit über diese karge Gegend und während eine Kinderstimme zum Schluß des Stücks ein „I have no fear“ zum Besten gibt, bewegt sich die Kamera langsam von Anja Plaschg weg. Aber seht selbst.

Das neue Album erscheint am 26. 10 2018 und kann bereits jetzt vorbestellt werden.

Gecho – Pocket Loop Synthesizer

Unlängst ist mir dieser kleine unscheinbare Synthesizer im Netz aufgefallen. Aufmerksam gemacht hat mich ein Bericht des Youtubers BoBeats, der diesen kleinen in einer Holzschachtel verpackten Synthesizer namens Gecho Loop Synth näher unter die Lupe nahm. Gesteuert wird der Synth via Buttons, Sensoren und einem magnetischen Ring. Dabei wird der Sound von diesen moduliert, ein eingebautes Mikrophon ermöglicht das Steuern des Gerätes mit externen Instrumenten oder einfach durch leichtes Klopfen auf der Oberfläche wo das Gerät steht. Die Möglichkeiten sind vielfältig, ob als meditative Relax-Box oder als ernsthaftes Instrument, die Box gibt einem zumindest die Möglichkeit sich eingehender mit ihr zu beschäftigen. Als Liebhaber solch kleiner Audio-Gadgets denke ich daran mir so einen Synth zu kaufen, denn dieser ist für ca. 149 Euro zu haben, momentan aber leider ausverkauft. Wie bei solchen Fällen üblich wird an weiteren Auslieferungen gearbeitet aber mehr als ein paar Gecho’s pro Woche sind bei einem 1 Personen Unternehmen nicht drin. Zusammengebaut werden die Teile in Irland, Versandkosten innerhalb Europa sollten also überschaubar sein. Wer nach dem oben geposteten Video sich überlegt sich so ein Teil zu besorgen, sollte den Newsletter abonnieren um über weitere Auslieferungen informiert zu bleiben.

RE – TROS – Before the Applause

Re – TROS oder besser gesagt „Rebuilding the Rights of Statues“ ist arcadiger Post-Punk Sound aus Peking. Die drei Personen umfassende Band,  (Hua Dong, Liu Min, und seit 2015 am Schlagzeug: Huang Jin) braucht schon mal etwas länger um ein Album aufzunehmen, sind aber laut eigener Definiton nicht Mc Donalds („Immer das gleiche und das dann irgendwie okay“) und wenn man sich das Arrangement manch ihrer neuen Songs betrachtet vergisst man auch ganz schnell den Begriff Fast Food. Acht Jahre liegt seit ihrer letzten Veröffentlichung zurück aber das nun abgelieferte Album hier ist Slow Music, hypnotischer Trance Mash-UP-Hardcore Style und verblüfft aufgrund der wunderschönen Verschmelzung zwischen elektronischen Klängen und Gitarrensounds. Re -Tros sind aber keine Unbekannten mehr. Die Band existiert seit dem Jahr 2004 und hat sich von kleinen Gigs in Pekings Underground Clubs zu Auftritten als Vorband von Depeche Mode entwickelt.

Das aktuelle Album ‚Before the Applause‚ ist auf Bandcamp als digitaler Download und als CD oder Vinylveröffentlichung auf dem Label ‚Modern Sky‚ erschienen. Das Label existiert seit 1997 und hat sich mit ihrer chinesischen Dependance zum größten Indie Label Chinas entwickelt. Mit Before the Applause haben die drei Musiker ein atmungsaktives Post Punk Album und eines meiner Lieblingsalben 2017 abgeliefert.