Schlagwort: elektronische Musik

Eigentlich war ich heute ein wenig schockiert, nachdem ich in der Zeitung gelesen habe, dass der langjährige Parkhouse Chef im Alter von nur 51 Jahren an einer Lungenembolie verstorben ist. Zuletzt war er nur noch Miteigentümer, hatte sich aus dem aktiven Geschäft des Grazer Stadtparkcafés, welches er von 1999 – 2011 leitete, zurückgezogen. Harald war ein unkomplizierter Chef und ich hatte das Vergnügen ihn in den ersten Jahren seiner Leitung besser kennenzulernen. Ich kann mich noch erinnern wie er einmal in einem anderen Café aufgetaucht ist um mir beim Auflegen (meiner damaligen Arbeit) zuzuhören. Anscheinend war er davon so begeistert, dass ich alsbald wöchentlich in seinem Café, dem Parkhouse auflegen konnte. Er war sehr damit beschäftigt die Grazer Musikszene in sein Lokal zu holen und so wurde das Parkhouse unter seiner Führung bald ein kleiner, feiner Hotspot der Grazer elektronischen Musikszene. Musiker wie die im letzten Beitrag erwähnten Mr. Dero und Klumzy Tung hatten genauso ihre Auftritte wie DJ MARS oder eben meine Wenigkeit. Das Parkhouse war vor allem in den ersten Jahren seiner Leitung darum bemüht das Grazer Spektrum an elektronischer Musik abzubilden, und man merkte ihm seine Leidenschaft für diese Musik auch an. Viele Kooperationen entstanden damals und ich erinnere mich gerne an einige Abende im Parkhouse zurück, als ich mit DJ Nomix und DJ Marko gemeinsam die Plattenteller bespielte und die Stimmung im Lokal nicht besser sein konnte. Nun ist Harald Lammer eben nach kurzer Krankheit verstorben.

Anekdote Nachruf

Jetzt hab ich’s endlich geschafft. Ich habe ein Ticket und werde Kraftwerk, oder was von der Band noch übrig ist live zu sehen bekommen. Zwar ist von der Originalbesetzung nur noch Ralf Hütter vertreten aber ich freu mich auf diese opulente Bilderschow mit der Musik von Kraftwerk. Meine erste Kontaktaufnahme zur Musik der Band war in der Zeit als ich begonnen hatte Schallplatten aufzulegen. Die hypnotische Geradlinigkeit ihrer Songs zog mich schon damals in den Bann und seit geraumer Zeit habe ich neben der Erstveröffentlichung „Autobahn“ auch noch die Alben „Radioaktivität“ und „Computerwelt“ besessen. Beeindruckt war ich auch von der textlichen – sagen wir – Treffsicherheit der Band, die mit Titeln wie „Computerliebe“ Dinge in unserer Gesellschaft vorweg genommen haben, die erst jetzt fast 40 Jahre danach in ihrer Tragweite überraschen und mit dem Ankommen in unserer aller Realität uns die Band vielleicht auch heute noch einen Spiegel vorhält.

Konzert Musik

Da ich auch einen Track (mit Kollegen FIRN) zum SUB Soli Sampler Vol2 beigetragen habe hier der Link zum Bandcamp Release. Das SUB ist ein kleines selbstverwaltetes Vereinslokal in dem seit über 15 Jahren Konzerte, Partys Lesungen, etc. stattfinden. Der Vorteil des SUB liegt daran, dass jede(r) zu Plenumsitzungen vorbeischauen kann um selbst eine Veranstaltung umzusetzen. Es liegt am linken Murufer und gilt aufgrund von Baumängeln, die instand gesetzt werden müssen und eine Stange Geld kosten als in seinem Weiterbestand gefährdet. Deshalb ist dieser eher mit elektronischer Musik gespikter Sampler der Versuch von Grazer MusikerInnen dem SUB in dieser finanziellen Krise beizustehen.

Musik öffentlicher Raum

Ein befreundeter Musiker meinerseits hat sein Archiv online gestellt. Das Label Natal Records gibt es seit dem Jahr 2001 und einige Alben sind auf der Webseite frei als Download verfügbar. Stöbern zahlt sich dementsprechend aus. Die Files sind im RAR-Format erhältlich und geben einen guten Überblick über das Schaffen von Thomas Weghofer, über eigene Releases wie auch über Kooperationen die über die Zeit entstanden sind.

Musik