Eight Measures Posts

Ich freue mich sehr, dass ich Ende Juni die Möglichkeit haben werde mit der Modedesignerin Petra Gilgenbach ein Gespräch zu führen. Ein gespräch über ihre Arbeit, ihr Workpensum und andere Fragen werden im Raum stehen. Natürlich heißt das wieder sich ein wenig in den Bereich der Mode und des Designs einzulesen, aber ich bin, so glaube ich, gut vorbereitet.

Kunst

Da ich auch einen Track (mit Kollegen FIRN) zum SUB Soli Sampler Vol2 beigetragen habe hier der Link zum Bandcamp Release. Das SUB ist ein kleines selbstverwaltetes Vereinslokal in dem seit über 15 Jahren Konzerte, Partys Lesungen, etc. stattfinden. Der Vorteil des SUB liegt daran, dass jede(r) zu Plenumsitzungen vorbeischauen kann um selbst eine Veranstaltung umzusetzen. Es liegt am linken Murufer und gilt aufgrund von Baumängeln, die instand gesetzt werden müssen und eine Stange Geld kosten als in seinem Weiterbestand gefährdet. Deshalb ist dieser eher mit elektronischer Musik gespikter Sampler der Versuch von Grazer MusikerInnen dem SUB in dieser finanziellen Krise beizustehen.

Musik öffentlicher Raum

Hella Comet, die sympathischste Shoegaze-Noiserock Band aus Graz mit dem schillernden Namen hat eine neue Single veröffentlicht. „turf“ ist bei noiseappael records erschienen. hier das Video, welches im Rahmen des Grazer Lendwirbel Festivals gedreht wurde. Die Nummer hat einen schönen Flow aus Gitarrenflächen und einem treibenden Schlagzeug. Lea Sonnecks Gesang reift auch immer mehr und hat eine eigene Dynamik die mit dem Flow der Nummer gut harmoniert.

Musik

Ein Berg irgendwo in der Steiermark und die Menschen die im Schatten des Berges leben, das ist so ungefähr der Plott des Romandebut’s der in Graz geborenen Autorin Marie Gamillscheg. Dabei geht es um den vergangenen Reichtum, den der Berg und sein Erz für die Region bedeutet hat und nun, nachdem viele Menschen aus der Region weggezogen sind, geht es um den tagtäglichen Kampf der verbliebenen BewohnerInnen und dem Zurechtkommen in ihrer Welt. Manche wollen aus der tristen Umgebung wegziehen, andere verschlägt es gerade aus solchen Gründen dorthin. Dazwischen steht ein Bürgermeister der öfter auf Kur als in der Stadt zugegen ist oder die Wirtin des Gasthauses ‚Espresso‘, die selbst spürt, dass sie das kleine Grüppchen von Bewohnerinnen irgendwie zusammenhält, den sozialen Kitt darstellt. Dabei nimmt die Autorin den Leser mit in eine allmählich verschwindende Welt.

Vielstimmig und untergründig erzählt ihr Debüt von einer kleinen Schicksalsgemeinschaft im Schatten eines großen Bergs und vom Glanz des Untergangs wie des Neubeginns.Die Aushöhlung eines Berges durch den Abbau von wertvollen Gesteinen ist das prägende Thema dieses Buches. Der zeitweise Wohlstand eines am Fuße des Abbaugebietes liegenden Dorfes und der anschließende, langsame Niedergang der Siedlung durch die Ausbeutung der Natur werden dramatisch von der jungen Autorin geschildert. Die geplünderte Landschaft bedroht nun die Bevölkerung und ihr Leben durch einen möglichen Zusammenbruch der alten Stollen.

Marie Gamillscheg, geboren 1992 in Graz. Lebt in Berlin, arbeitet als freie Journalistin u.a. für ZEIT Campus. 2015 u.a. Literaturförderungspreis der Stadt Graz und New German Fiction Preis. 2016 Klagenfurter Literaturkurs und Arbeitsstipendium des Berliner Senats, 2017 Aufenthaltsstipendium in Schöppingen. Veröffentlichungen in zahlreichen Zeitschriften und Anthologien (u.a. Edit, Lichtungen, Poet, Literarische Welt).

„Alles was glänzt“ – das Romandebüt von Marie Gamillscheg ist im Luchterhand Verlag erschienen.

Literatur