8 Measures Posts

Jeffrey Michael Austin ist ein Künstler und Musiker aus Chicago. Er hat unzählige Pfützen fotografiert und war von deren Reflexionen des Himmels oder Nachthimmels begeistert und um dieses zauberhafte „dahinschimmern“ zu erhalten hat er diese künstlichen Pfützen hergestellt.

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Puddle by Jeffrey Michael Austin
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Puddle by Jeffrey Michael Austin

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Puddle by Jeffrey Michael Austin

Seine Musik, die zum Beispiel auf Überlagerungen durch unzählige Samples wie auf dem Album „Anonym“ basieren sind verschachtelte Soundcollagen und in mühevoller Kleinarbeit enstanden. Über 500 Samples, meist Youtube User Sounds, sind in den 7 Tracks des Albums enthalten.

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aufmerksam geworden via dem Cultureblog Colosssal. Weiter Infos und Arbeiten des Künstlers finden sich auf seiner Webseite. http://www.jeffreymichaelaustin.com/

Kunst Musik

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Mika Taanlia, „Down“ aus der Serie Film Reader, 2017. Courtesy balzerprojects (Basel), Foto: Johnny Korkman.

Die Ausstellung „Was vom Kino übrigblieb“ wurde in Zusammenarbeit mit der Diagonale und dem österreichischen Filmmuseum konzipiert. KünstlerInnen thematisieren das Verschwinden des Kulturgenre Film, das im 20. Jahrhundert noch eine größere Rolle spielte als heute. Durch das Internet, Streaming und konsumierbare Inhalte auf vielen verschiedenen Kanälen ist heutzutage das Kino „nur noch ein popkulturelles Unterhaltungsangebot unter vielen“. Die Cinephilie scheint verflogen. Doch was bleibt von der Kulturgeschichte Kino? Dieser und anderer Fragen geht die Ausstellung auf den Grund. Werke von Joseph Beuys, John Baldesari, Mika Taanila oder Ryusuke Ito sind nur einige Exponate, die bei der Ausstellung zu sehen sein werden. Kuratiert wurde die Schau von Norbert Pfaffenbilcher und Sandro Droschl.

„Was vom Kino übrigblieb“ 10.02.2018 – 22.04. 2018 Halle für Kunst und Medien, Burgring 2, 8010 Graz. http://www.km-k.at/de/

Ausstellung

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„bodystructures“ © Lisa Kainzbauer

Unter dem Titel bodystructures steht die Arbeit der in Wien lebenden Fotografin Lisa Kainzbauer.  Körperideale zu hinterfragen, denn Schönheit ist „mehr als nur auf eine bloße Oberfläche reduzierbar“, war ihr Ziel. Über Facebook meldeten sich über 150 Personen (die meisten davon waren Frauen) die mit ihrer Körpergeschichte ein Zeichen setzen wollten. 8 Frauen stellen auf der Homepage ihre Narben zur Schau und Lisa Kainzbauer sind diese sehr ästhetischen Fotos gelungen. Zusammen mit den Geschichten zu den Fotografien ergibt sich ein Bild abseits von genormter Schönheit, die Narben zeigen auch wie verletzlich und angreifbar wir sind. Es geht um Muttermale, die die persönliche Landkarte des Lebens darstellt, gleich wie sehr intime Aufnahmen von Selbstverletzungen und deren Geschichten bis zu Operationsnarben die es einem manchmal erschweren sich und seinen Körper so anzunehmen wie er ist. Denn auch Narben machen uns zu dem wer wir sind.

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bodystructures © Lisa Kainzbauer
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„bodystructures“ © Lisa Kainzbauer

Lisa Kainzbauer (LAChovy) hat an der Graphischen in Wien studiert und widmet sich im Moment der Gestaltung eines Fotobuches zum Thema Schizophrenie. Sie ist professionelle Fotografin und einige Arbeiten sind unter der Homepageadresse LaChovy  erreichbar.

Allgemein Fotografie

retromaniaSimon Reynolds beschreibt darin die Tatsache, dass sich Popmusik, als eine der wenigen Gattungen der Kulturgeschichte, immer auf sich selbst bezieht.

Waren es in der Renaissance die Heraufbeschwörung der Tugenden und Künste der Antike so sind es in der Popkultur jediglich Referenzen auf die eigene relativ überschaubare (Musik)Geschichte. Also eine Referenz auf ein paar Jahrzehnte, die zurückliegen und immer wieder als Rohmaterial fürs Neue herhalten muss. Reynolds spürt in seinem Buch dem Zeitgeist und der Urpsrünge dieses Phänomens auf den Zahn. Unzählige Anekdoten und Querverweise unterstützen seine These, dass Pop sich bald selbst abschafft, da sich aus der ständigen Wiederholung und dem Bezug von Popmusik auf die Vergangenheit – dem inhaltlichen Bezug auf Retro –  die Luft ausgeht, bzw. die eigene Geschichte abhanden kommen werden. Für Reynolds ist diese Phase bereits eingetreten. Man kann den Sack wahrscheinlich immer wieder erneut von unten aufschneiden, dennoch bleibt dabei etwas auf der Strecke und irgendwann gibt es keinerlei Rohmaterial auf dass sich diese Retrokultur beziehen kann. Reynolds Buch gilt für viele Menschen die sich mit Popkultur auseinandersetzen als Referenz zum Thema Selbstausbeutung des Pop und seiner Kultur. Nebenbei ist das Buch locker geschrieben und einfach zu lesen. Es macht Spaß Reynolds Blick auf die Entwicklungen in der Popkultur zu folgen. „Retromania“ von Simon Reynolds ist auf deutsch im Ventil Verlag erschienen. Skug nennt es »Das wesentlichste Poptheoriebuch der letzten Jahre«. Nähere Informationen finden sich auf der Webseite des Ventil Verlag.

Sachbuch

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Hua Dong, Liu Min, und seit 2015 am Schlagzeug: Huang Jin

Re – TROS oder besser gesagt „Rebuilding the Rights of Statues“ ist arcadiger Post-Punk Sound aus Peking. Die drei Personen umfassende Band,  (Hua Dong, Liu Min, und seit 2015 am Schlagzeug: Huang Jin) braucht schon mal etwas länger um ein Album aufzunehmen, sind aber laut eigener Definiton nicht Mc Donalds („Immer das gleiche und das dann irgendwie okay“) und wenn man sich das Arrangement manch ihrer neuen Songs betrachtet vergisst man auch ganz schnell den Begriff Fast Food. Acht Jahre liegt seit ihrer letzten Veröffentlichung zurück aber das nun abgelieferte Album hier ist Slow Music, hypnotischer Trance Mash-UP-Hardcore Style und verblüfft aufgrund der wunderschönen Verschmelzung zwischen elektronischen Klängen und Gitarrensounds. Re -Tros sind aber keine Unbekannten mehr. Die Band existiert seit dem Jahr 2004 und hat sich von kleinen Gigs in Pekings Underground Clubs zu Auftritten als Vorband von Depeche Mode entwickelt.

 

Das aktuelle Album ‚Before the Applause‚ ist auf Bandcamp als digitaler Download und als CD oder Vinylveröffentlichung auf dem Label ‚Modern Sky‚ erschienen. Das Label existiert seit 1997 und hat sich mit ihrer chinesischen Dependance zum größten Indie Label Chinas entwickelt. Mit Before the Applause haben die drei Musiker ein atmungsaktives Post Punk Album und eines meiner Lieblingsalben 2017 abgeliefert.

Musik

preenfm_synthesizerWenn es ums Basteln und schrauben an Musikhardware geht können einen die Franzosen schon neidisch machen. Preen FM ist ein auf FM Synthese basierender kleiner Synthesizer von dem es eigentlich nur eine Bauanleitung im Netz gibt. Schrauben bzw. Löten sollte man ihn schon selbst außer man kauft sich ein bereits vormontiertes Teil. Der Preen FM überzeugt vor allem mit seinen 4 unterschiedlichen Instruments und seiner bis zu 14 fachen Polyphonie. Damit ist er klarer Favorit gegenüber einem Volca FM von Korg (3fache Polyphonie)und das merkt man auch am Sound. Er ist also polyphon, er ist Open Source und erdacht und an ihm geschraubt hat Xavier Hosxe auf dessen Webseite auch die Bauanleitung geliefert wird. Wenn man sich dazu entschließt den Preen FM selbst zusammenzulöten, sollte man schon ein wenig Erfahrung mit Elektronik gesammelt haben. Seit kurzem gibt es den Preen FM2 der sich hauptsächlich durch die Firmware unterscheidet.

Musikinstrument