Kategorie: Literatur

Maya Angelou’s Kinderbuch „Life doesn’t frighten me“ ist der Beweis, dass man große Kunst auch Kindern gut und verständnisvoll näherbringen kann. Die Illustrationen des viel zu früh verstorbenen Malers Jean Michel Basquiat und die unterschiedlichen Themenblöcke machen das Buch zu einem Gewinn für jeden Elternteil, der sein Kind stärken und dem es Mut machen will. Life doesn’t frighten me ist ein Buch für Kinder oblgeich Erwachsene sich auch das eine oder andere aus dem Buch holen können.

„Angelou’s strong words are matched by the daring vision of artist Jean-Michel Basquiat , whose childlike style reveals the powerful emotions and fanciful imaginings of childhood.“ 

Verschiedene Themen die Kindern Angst machen können werden immer wieder mit dem Schlußsatz „Das Leben macht mir keine Angst“ beendet. Mit Sätzen wie:

#Shadows on the wall #Noises down the hall #Life doesn’t frighten me at all

…wird auf spielerische Weise den Kindern die Angst vor nächtlichen Schatten oder ähnlichem genommen. Ich als großer Basquiat Fan habe mir auch schon überlegt ein Exemplar zu kaufen. Erschienen ist das 40 seitige  Buch bei  Abrams & Chronicle Books. Leider ist es nur auf englisch erhältlich.

 

Literatur

Ein Berg irgendwo in der Steiermark und die Menschen die im Schatten des Berges leben, das ist so ungefähr der Plott des Romandebut’s der in Graz geborenen Autorin Marie Gamillscheg. Dabei geht es um den vergangenen Reichtum, den der Berg und sein Erz für die Region bedeutet hat und nun, nachdem viele Menschen aus der Region weggezogen sind, geht es um den tagtäglichen Kampf der verbliebenen BewohnerInnen und dem Zurechtkommen in ihrer Welt. Manche wollen aus der tristen Umgebung wegziehen, andere verschlägt es gerade aus solchen Gründen dorthin. Dazwischen steht ein Bürgermeister der öfter auf Kur als in der Stadt zugegen ist oder die Wirtin des Gasthauses ‚Espresso‘, die selbst spürt, dass sie das kleine Grüppchen von Bewohnerinnen irgendwie zusammenhält, den sozialen Kitt darstellt. Dabei nimmt die Autorin den Leser mit in eine allmählich verschwindende Welt.

Vielstimmig und untergründig erzählt ihr Debüt von einer kleinen Schicksalsgemeinschaft im Schatten eines großen Bergs und vom Glanz des Untergangs wie des Neubeginns.Die Aushöhlung eines Berges durch den Abbau von wertvollen Gesteinen ist das prägende Thema dieses Buches. Der zeitweise Wohlstand eines am Fuße des Abbaugebietes liegenden Dorfes und der anschließende, langsame Niedergang der Siedlung durch die Ausbeutung der Natur werden dramatisch von der jungen Autorin geschildert. Die geplünderte Landschaft bedroht nun die Bevölkerung und ihr Leben durch einen möglichen Zusammenbruch der alten Stollen.

Marie Gamillscheg, geboren 1992 in Graz. Lebt in Berlin, arbeitet als freie Journalistin u.a. für ZEIT Campus. 2015 u.a. Literaturförderungspreis der Stadt Graz und New German Fiction Preis. 2016 Klagenfurter Literaturkurs und Arbeitsstipendium des Berliner Senats, 2017 Aufenthaltsstipendium in Schöppingen. Veröffentlichungen in zahlreichen Zeitschriften und Anthologien (u.a. Edit, Lichtungen, Poet, Literarische Welt).

„Alles was glänzt“ – das Romandebüt von Marie Gamillscheg ist im Luchterhand Verlag erschienen.

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