Kategorie: Indiegame

Cyberpunk scheint gerade wieder in der Spielewelt in Mode zu kommen. Mit Cyberpunk 2077 soll ja auch ein AAA Titel spätestens 2020 über die Ladentische wandern. Aber wer erinnert sich noch an Spiele wie Flashback oder dem postnoir angehauchten Syndicate? Spiele die mich damals als Teenager begleitet haben und mit ihrem Sound, ihrer Ästhetik mich auch geprägt haben. Ein solch neues, upgedatetes, visuelles Erlebnis könnte einen der Indie-Titel „The Last Night“ von dem Spielentwickler Odd Tales bescheren. Auf der E3 2017 wurde das Spiel erstmals einem größeren Publikum vorgestellt und der Trailer überzeugte viele Spielefans schon aufgrund seiner eigenwilligen Ästhetik für die ein spezielles 3-D Verfahren entwickelt wurde um Szenen noch dynamischer wirken zu lassen. Mit Raw Fury wurde ein Vertrieb gefunden der das seit 2014 in Entwicklung befindliche Spiel bis zur Fertigstellung begleitet.

Der Chefentwickler Tim Soret lässt einen in diesem Video auch hinter die Kulissen der Spieleentwicklung blicken. „The Last Night“ basiert auf einem kleinen Flashgame, welches 2014 in 6 Tagen von Tim Soret entwickelt wurde und den cyberpunkjam gewonnen hat.

The Last Night wird voraussichtlich für PC und Xbox One erscheinen. Der genaue Release Termin ist noch nicht fixiert und anscheinend wird aus dem TBA 2018 doch ein TBA 2019.

 

Design Indiegame persönliche Meinung

Also ich bin großer Indie Fan. Das gilt neben Film und Fernsehen, Musik und Literatur auch für die Welt der Computerspiele, wobei meine Generation mit dem Videospiel an sich groß geworden ist. Wenn ich an „Monkey Island“ denke werde ich nostalgisch und sowieso gab es da eine Entwicklung von einer Atari Konsole (die ich gerne noch in meinen Fingern hätte), einem darauf folgenden Nintendo Entertainment System wo Mario und Zelda gezockt worden sind und einem Amiga 500 der schließlich einem Windows PC weichen musste. Meine Generation wurde geradezu von den Spielen angezogen. Man denke an Lemmings, Strategiespielen wie ThemePark oder actionlastigen Titeln wie Magic Carpet oder den Anfängen wie Prince of Persia. Und deshalb werde ich ab nun auch manchmal von dem einen oder anderen Spiel berichten.

Die Welt der Indie-Spiele ist noch eine relativ neue und junge. Indiependent Spiele sind kleine Perlen am Firmament der Spieleindustrie, die sich über die Zeit zur bestverdienenden Medienbranche hochgarbeitet hat. Aber man kann obgleich der Spielegenres der großen Medienhäuser wie EA Soft, Ubisoft und der weiteren manchmal auch verzweifeln. Nur wenige anspruchsvolle Titel, die einer neuen Spieleidee folgen werden umgesetzt. Dagegen halten die kleinen Spielestudios mit ihren Nischenprodukten.

Eine dieser Perlen für mich ist das postapokalyptische Overland, das bereits 2016 als First Access veröffentlicht worden ist und welches es auf itch.io zu kaufen gibt. Die Handlung ist einfach erklärt. Nach einer großen Katastrophe kämpft die Menschheit ums Überleben, eine extrem aggressive außerirdische Spezies hat es sich zur Aufgabe gemacht die Menschheit auszurotten. Klingt anfangs nach etwas, dass man vielleicht kennt, überrascht Overland mit rundenbasiertem Strategiespiel, viel Mausgeglicke und macht rasch süchtig. Ziel des Spieles ist es, durch ein postapokalyptisches Amerika die Westküste zu erreichen, wo es angeblich eine friedliche Enklave gibt. Man übernimmt die Rolle eines Menschen, der mit wenig mehr als sich selbst auf den Weg macht. Die außerirdische Rasse hält sich in den ersten Leveln noch recht mit Angriffen zurück, aber mit Fortdauer des Spieles wird es immer schwieriger die prozedural erstellten Miniwelten heil zu überstehen. Es geht primär darum Entscheidungen zu fällen, die im Extremfall zwischen Tod und Leben der Spielfigur entscheiden. Man kann Allianzen mit anderen Menschen und auch Tieren eingehen aber hauptsächlich ist man damit beschäftigt sein Leben zu retten, Benzin für die bereitstehenden Fahrzeuge zu sammeln und das eine oder andere Medipack zu sammlen und zu verwenden.

Overland überzeugt durch die Einfachheit des Spielgedankens, schöner Musik- und Soundkulisse, wunderschöner 3D Polygongrafik und ist spielerisch eine Herausforderung, der man sich gerne und öfters stellt. Das Spiel wird von dem Softwaredevelopper Finji entwickelt. Finji wurde von Adam and Rebekah Saltsman 2006 gegründet und ihr Headquater liegt in Michigan in den USA.

# Link zur Overlandhomepage. # Link zu Itch.io. # Link zum Game Developper Finji

Indiegame Kunst