Kategorie: Fotografie

Wenn ich an die detailreiche Miniaturwelt eines Clemens Wirth denke kommt mir momentan schlagartig der neue „Willkommen in Marwen“ Trailer in den Sinn. Clemens Wirth baut kleine Miniaturwelten, die genauso ein Eigenleben zu haben scheinen wie die Figuren und Fantasiewelt der Hauptfigur Mark Hogancamp (Steve Carell) im neuen von Robert Zemecki’s produzierten Blockbuster „Willkommen in Marwen“. Steve Carell durchlebt eine schwierige Zeit in der ihm seine Figurenwelt die Möglichkeit gibt wieder Selbstbewußtsein zu erlangen. Er, ein Zweiter Weltkriegsillustrator, wird von ein paar Nazis brutal zusammengeschlagen und muß daraufhin vieles in seinem Leben wieder neu lernen.

Mark (Steve Carell) fügt Stücke aus seinem alten und neuen Leben zusammen und erschafft akribisch eine wundersame Stadt, in der er heilen und heroisch sein kann.

4 starke Frauen in seinem Leben unterstützen ihn bei seiner Genesung und genau um diese Frauen und die Abenteuer, die er mit ihnen in seiner Fantasie erlebt geben ihm wieder die Kraft im normalen Leben Fuß zu fassen. Ein, glaube ich, berührender Film mit einem sehenswert spielenden Steve Carell in der Hauptrolle.

 

Clemens Wirth hingegen ist für seine Miniaturwelten auch über die Grenzen hinaus bekannt, er ist Regisseur und Stop Motion Designer mit einem Faible für Makrofotografie. Zu seinen Klienten zählen die BBC, Eurosport, das Red Bull Medien Haus und viele weitere. Er hat einen Abschluß des Kunst und Design Studiums der FH Salzburg und lebt in Innsbruck. Dieser kurze Film zeigt ebenfalls die wunderbare Welt in die er gelegentlich abzutauchen vermag und die selbst zum Träumen und verweilen einladen.

one minute of miniatures from Clemens Wirth on Vimeo.

 

Design Film Fotografie

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„bodystructures“ © Lisa Kainzbauer

Unter dem Titel bodystructures steht die Arbeit der in Wien lebenden Fotografin Lisa Kainzbauer.  Körperideale zu hinterfragen, denn Schönheit ist „mehr als nur auf eine bloße Oberfläche reduzierbar“, war ihr Ziel. Über Facebook meldeten sich über 150 Personen (die meisten davon waren Frauen) die mit ihrer Körpergeschichte ein Zeichen setzen wollten. 8 Frauen stellen auf der Homepage ihre Narben zur Schau und Lisa Kainzbauer sind diese sehr ästhetischen Fotos gelungen. Zusammen mit den Geschichten zu den Fotografien ergibt sich ein Bild abseits von genormter Schönheit, die Narben zeigen auch wie verletzlich und angreifbar wir sind. Es geht um Muttermale, die die persönliche Landkarte des Lebens darstellt, gleich wie sehr intime Aufnahmen von Selbstverletzungen und deren Geschichten bis zu Operationsnarben die es einem manchmal erschweren sich und seinen Körper so anzunehmen wie er ist. Denn auch Narben machen uns zu dem wer wir sind.

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bodystructures © Lisa Kainzbauer
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„bodystructures“ © Lisa Kainzbauer

Lisa Kainzbauer (LAChovy) hat an der Graphischen in Wien studiert und widmet sich im Moment der Gestaltung eines Fotobuches zum Thema Schizophrenie. Sie ist professionelle Fotografin und einige Arbeiten sind unter der Homepageadresse LaChovy  erreichbar.

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