Kategorie: Anekdote

Okay, überleg jetzt ernsthaft den Schritt Richtung Podcast zu wagen. Ein Podcast ist eine Art wiederkehrender Radiobeitrag bei dem statt Blog-Posts, Audiofiles mit Themenbeiträgen hochgeladen werden. Also man sitzt dann vor dem Computer und schwafelt einfach, was glaub ich gar nicht einfach ist. Jedenfalls habe ich es noch nicht gemacht, aber da mir immer wieder Leute sagen, wie toll meine Stimme als Radiostimme geeignet wäre, muss ich es fast mal probieren. Jedenfalls müsste ich mir einen Spickzettel zurechtlegen, wo grob die Themenfelder des Podcast angerissen sind, dann brauche ich eine ruck zuck ladbare Playlist, die ich ebenfalls im Vorfeld vorbereiten muss. Das könnte ich über Spotify jetzt erstklassig bewerkstelligen. Wenn mir der Text ausgeht, einfach Musik und die nächste Nummer…(Manchmal könnt ich auch einfach nur ein von mir gemischtes Mixtape online stellen.) Irgendwie wäre es super dafür auch ein zuvor erstelltes Interview bereit zu haben oder Gäste live einzuladen mit mir über ihre Beweggründe und ihre Arbeit zu sprechen. Dann wäre schon mal eine halbe Stunde gerettet. Mit ein paar musikalischen Einwürfen ginge sich vielleicht auch eine Dreiviertelstunde aus. 45 Minuten Gequatsche und immer wieder Musik zwischendrin. Der Nachteil beim Interview ist, dass es wirklich gut vorbereitet sein muss, damit keine Lücken oder gar Themenfelder durcheinander kommen. Das muss dann wirklich sehr diszipliniert vonstatten gehen und braucht auch eine gute Vorbereitung, damit man nachher nicht mehr Zeit vor dem Schnittprogramm verbringt als notwendig.

Jingles kann ich auch machen, dafür reicht mein Verständnis für Sound und Harmonie gerade noch aus. Mit diesen Vorkehrungen könnte es schon langsam eine Runde Sache werden. Aber ein Podcast erscheint dann wirklich einmal im Monat und das wäre schon recht wenig Content, dafür aber in geballter Form. Naja vielleicht ergibt sich ja auch eine Kooperation mit jemanden, und man entscheidet sich dann dafür das Ganze im Radio zu machen.

Und wir GrazerInnen haben Glück, denn mit Radio Helsinki gibt es ein hervorragendes freies Radio direkt im Zentrum der Stadt. Meines Wissens macht man einmal einen Einführungsworkshop, wo einem die ganze Technik näher gebracht wird und man mit den Gegebenheiten des Studios vertraut wird. Dann wird man noch zahlendes Vereins-Mitglied und schon kann man zu einer gewissen Sendezeit ein Programm starten. Ich erinnere mich noch gut an die Jingles des Radios, die wirklich super gemacht waren, oder auch einige Sendungen, die sich aus der Menge hervorgetan haben. Jedenfalls ist das mal eine Fantasie, ein Utopium, welches ich anstrebe und vielleicht gelingt es mir in einem Jahr etwas wie einen Podcast oder eine Radioshow auf die Beine zu stellen. Sonst träume ich einfach weiter und der Blog wird weiter betrieben und bleibt wie er ist. Aber vielleicht schaff ich es auf die eine oder andere Weise heraus aus meiner tippenden Komfortzone. Who knows…

Anekdote persönliche Meinung

Eigentlich war ich heute ein wenig schockiert, nachdem ich in der Zeitung gelesen habe, dass der langjährige Parkhouse Chef im Alter von nur 51 Jahren an einer Lungenembolie verstorben ist. Zuletzt war er nur noch Miteigentümer, hatte sich aus dem aktiven Geschäft des Grazer Stadtparkcafés, welches er von 1999 – 2011 leitete, zurückgezogen. Harald war ein unkomplizierter Chef und ich hatte das Vergnügen ihn in den ersten Jahren seiner Leitung besser kennenzulernen. Ich kann mich noch erinnern wie er einmal in einem anderen Café aufgetaucht ist um mir beim Auflegen (meiner damaligen Arbeit) zuzuhören. Anscheinend war er davon so begeistert, dass ich alsbald wöchentlich in seinem Café, dem Parkhouse auflegen konnte. Er war sehr damit beschäftigt die Grazer Musikszene in sein Lokal zu holen und so wurde das Parkhouse unter seiner Führung bald ein kleiner, feiner Hotspot der Grazer elektronischen Musikszene. Musiker wie die im letzten Beitrag erwähnten Mr. Dero und Klumzy Tung hatten genauso ihre Auftritte wie DJ MARS oder eben meine Wenigkeit. Das Parkhouse war vor allem in den ersten Jahren seiner Leitung darum bemüht das Grazer Spektrum an elektronischer Musik abzubilden, und man merkte ihm seine Leidenschaft für diese Musik auch an. Viele Kooperationen entstanden damals und ich erinnere mich gerne an einige Abende im Parkhouse zurück, als ich mit DJ Nomix und DJ Marko gemeinsam die Plattenteller bespielte und die Stimmung im Lokal nicht besser sein konnte. Nun ist Harald Lammer eben nach kurzer Krankheit verstorben.

Anekdote Nachruf